So habe ich meine persönliche Positionierung gefunden, obwohl ich mich nicht entscheiden wollte

„Meine Vielseitigkeit gehört zu mir. Ich will mich gar nicht entscheiden. Ich bin halt so.“

Mit diesem Mantra bin ich drei Jahre lang durch meine Selbständigkeit gelaufen. Ich hatte verschiedene größere und kleinere Kunden, immer zu tun und für den Anfang hat das Geld gestimmt. Kein Grund also, sich mit den Fragen: ist MARKETING wirklich das richtige Thema und ist DER MITTELSTAND wirklich die richtige Zielgruppe zu beschäftigen. Und dann passierte ganz viel auf einmal.

 

In den folgenden Zeilen erzähle ich dir in schonungsloser Offenheit, wie ich gelitten habe. Du erfährst, welche Kämpfe ich mit mir selbst austragen musste, um zu der Positionierung zu finden, die mich jetzt Tag für Tag glücklich und motiviert an meinen Schreibtisch und zu meinen Kunden gehen lässt. Ich lass die Hosen runter – als Motivation für dich, nicht aufzugeben.

Meine erste persönliche Positionierung ist grandios gescheitert

Als Marketingprofi wusste ich, dass eine gute Positionierung das Fundament jedes erfolgreichen Unternehmens ist. Und natürlich hatte ich jede Menge Erfahrung aus meinen vielen Berufsjahren damit, was alles zu einer Positionierung gehört – Expertenthema, konkrete Zielgruppe, USP, Kundennutzen.

Alles klar, meine Positionierung sah also wie folgt aus:

Marketing on demand für kleine und mittelständische Unternehmen, die sich keine eigene Marketingabteilung leisten oder deren Aufkommen nicht groß genug für eine volle Stelle ist. Volle Marketingkompetenz auf Stundenbasis, on demand, wenn’s gebraucht wird.

Jeder, dem ich davon voller Überzeugung erzählt habe, hat laut genickt und mir viel Erfolg gewünscht. Firmen, die eine Allrounderin wie mich gut gebrauchen konnten, gab es schließlich zu Hauf – gibt es noch immer, wenn man sich die vielen überalterten und am Kunden vorbei gestalteten Websites ansieht.

Die nackte Wahrheit ist aber: Für diese Positionierung gebucht hat mich in drei Jahren GENAU EIN Kunde. Bäm.

Auch wenn ich über persönliche Kontakte und Empfehlungen weitere Kunden gewinnen konnte und wirklich interessante und lehrreiche Projekte begleiten durfte, muss ich diese Positionierung als gescheitert ansehen, denn ich:

  • wurde nicht gefunden, sondern musste akquirieren (wenig erfolgreich, weil ich das einfach hasse) und auf Empfehlungen vertrauen
  • musste immer wieder Aufgaben erledigen, die zwar zu meinem Themenbereich gehörten, mir eigentlich aber überhaupt keinen Spaß gemacht haben – aber die Stunden wurden ja bezahlt
  • war von 2 größeren Kunden abhängig und habe so viel Zeit für deren Projekte aufgewendet, dass ich keine Zeit für mein eigenes Marketing hatte – ein Schleudersitz, bei dem nie ich die Macht über den Abschussknopf hatte

Die Suche nach meiner Positionierung wurde zum Kampf gegen mich selbst

Drei Jahre lang ging das gut – aber schon während dieser Zeit beschlich mich das Gefühl, irgendwie noch nicht da zu sein, wo ich hin wollte mit meiner Selbständigkeit.

Die ungeliebten Aufgaben nervten, die Perspektive war unklar und die Abhängigkeit von meinen beiden größten Kunden fühlte sich erdrückend an.

Ich verlor sogar den Spaß an meiner geliebten Arbeit und fing deshalb an, mich mit meiner Positionierung auseinanderzusetzen – ich wusste ja, dass hier der wichtigste Hebel war, um voran zu kommen.

Eine wilde und wirre Zeit fing an.

Ich suchte im Internet nach Hilfe, wälzte meine Fachbücher, setzte mich an Arbeitsblätter, sprach mit Freunden und Business-Partnern. Aber alles wurde immer nur noch wirrer und in meinem Kopf – und meinem Herzen – herrschte ein einziges riesiges Chaos.

Ich hatte so viele Ideen, so viel Wissen, so viele Talente und war so wahnsinnig neugierig darauf, wie die Welt funktioniert.

Das waren doch immer meine größten Stärken gewesen! Das war doch der Grund, warum alle Kollegen immer mich gefragt haben, wenn sie mit ihrer Arbeit nicht weiterkamen!

Warum ich meine Kunden zu Gedanken und Ideen inspirieren konnte, die sie allein nie gehabt hätten! Warum ich mich in die kompliziertesten Themen ratz fatz reinfuchsen konnte!

Das wollte ich doch nicht hergeben!

Doch plötzlich empfand ich diese Vielseitigkeit als eine riesige, quälende Last.

Ich wünschte mir, in der Schule nur in einem Fach gute Noten gehabt und diesen Weg dann einfach ganz stringent weiterverfolgt zu haben.

Ich wollte dieses eine Thema haben, in dem ich es bis zur Meisterin gebracht hätte – und gut.

Ich kriege immer noch Gänsehaut, wenn ich daran zurück denke, wie falsch ich mich damals gefühlt habe.

Und dann entdeckte ich, dass ich damit nicht allein bin. Das Buch von Barbara Sher „Du musst dich nicht entscheiden, wenn du 1000 Träume hast“ (unbezahlte und ganz freiwillige Werbung) war der erste Game-Changer auf meinem Weg hierhin.

Ok, es gab noch mehr wie mich. Ich war halt tatsächlich einfach so und das war wirklich nicht schlimm. Ich konnte durchatmen und mich wieder auf meine wichtigen Fragen konzentrieren.

Eve Hoyer

Und dann war plötzlich Corona

Wenn du selbständig bist hast du alles, was ich dir jetzt erzählen könnte, selbst erlebt und durchlitten. Nur so viel:

  • schon vor Corona verabschiedete sich einer meiner beiden größten Kunden von heute auf morgen aus internen Gründen
  • meine Umsätze brachen ab und stürzten wie ein kalbender Gletscher ins eiskalte Wasser, Corona hat diese Entwicklung natürlich noch verstärkt

ABER: Ich hatte auch plötzlich Zeit und gedanklichen Raum, mich mit meiner Businesszukunft zu beschäftigen. Und die wollte und musste ich nutzen.

Mit einem noch unklaren, aber entschlossenen Plan lies ich mich auf die Frage ein, was denn jetzt genau mein spezielles Thema sein sollte. Und ich stieß auf das Konzept der Expertenpositionierung.

Ja, das wollte ich sein, eine Expertindie Lösung die sofort aufploppt, wenn jemand diese eine Problem hat.

Und ich gebe es zu: ich wollte den Respekt und die Anerkennung, die schon in dem Wort EXPERT*IN mitschwingt, auch für mich.

Und ich wollte online sichtbar werden, also buchte ich eine Online Gruppen-Coaching zum Thema Experten-Content. 10 Wochen, um mich aufzuladen und in Sachen Content-Marketing auf den neusten Stand zu bringen – dachte ich.

Was dann geschah, war für meine Positionierung und mich persönlich der Durchbruch

Denn das erste, an dem wir im Coaching gearbeitet haben war – tadaaaa – unsere Expertenpositionierung! Und wenn ich sage gearbeitet, meine ich in meinem Fall gekämpft.

Es gab zwei Knackpunkte, an denen ich einfach nicht weiterkam: mein Expertenthema und meine ZielgruppeUnd rückblickend auf meine 20 Jahre Marketingerfahrung muss ich sagen, sind das die harten Nüsse, mit denen die meisten Unternehmer*innen, ganz besonders aber vielseitige Multitalente und Scannerpersönlichkeiten wirklich zu kämpfen haben

Aber auch die, die den größten Unterschied machen!

Die erste harte Nuss meiner persönlichen Positionierung – das Expert*innen-Thema

Wir sind uns sicher einig festzuhalten, dass das Thema MARKETING kein Expertenthema sein kann.

Viel zu groß, viel zu viel, viel zu breit. Wie in jedem Thema gibt es auch im Marketing inzwischen so viele Spezialisierungen, dass jemand, der von sich behauptet Marketingexpert*in zu sein, schlicht nicht ernst genommen werden kann.

Kurios ist, dass ich schon sehr genau analysiert hatte, was ich gut kann und was nicht. Und ich wusste auch, worauf ich überhaupt keine Lust mehr hatte – das hat mir wirklich geholfen das Gefühl loszuwerden, irgendetwas Tolles zu verpassen.

Aber ich brauchte Hilfe von außen, um die passenden Themenbereiche und vor allem Worte dafür zu finden. Ist das nicht irre?

Meine Themen sind: klare Positionierung im Inneren und anziehende Botschaften nach außen.

Und weder mit meiner Positionierung, noch mit den passenden Worten dafür kam ich allein klar. Ich stand sprichwörtlich im Wald, den ich vor lauter Bäumen nicht zu fassen bekam.

Die zweite harte Nuss meiner persönlichen Positionierung – die Zielgruppe

Wir alle neigen gern dazu, uns als Zielgruppe eine möglichst breite Masse auszusuchen. Frei nach dem Motto: wenn ich möglichst viele anspreche ist die Chance höher, dass auch wer kauft.

Ich lief also los mit der Zielgruppe DER KLEINE UND MITTLERE MITTELSTAND. Die Stütze unserer deutschen Wirtschaft, stabil, zahlungskräftig, immer an freiberuflichen Dienstleistungen zu Gunsten des Stellenplans interessiert.

Können wir uns darauf einigen, dass der MITTELSTAND keine Zielgruppe ist? Wer soll das sein, dieser Mittelstand?

Und wenn die sich jetzt tatsächlich alle angesprochen fühlen würden – wie sollte ich die bedienen mit meinem kleinen Unternehmen?

Diese Zielgruppenfrage hat mich echt gestresst. Es gab da dieses Persona-Arbeitsblatt und Himmel – was ich alles über die Person wissen sollte, für die ich das alles hier mache – mit dem Mittelstand kam ich einfach nicht weiter.

Also habe ich meine beiden liebsten Kunden befragt – und die Antworten waren so aufschlussreich wie  ernüchternd.

  • Der eine wollte mich nicht empfehlen, weil ja sonst seine Konkurrenz genauso gutes Marketing machen würde wie er.
  • Und die andere fand es so toll jemanden zu haben, den sie quasi für alles einsetzen kann, was mit Marketing zu tun hat.

Ich war plötzlich sowas von wachgerüttelt, weil sich darin alles manifestierte, was ich ändern musste und wollte – die Zielgruppe musste eine andere werden.

Und so ließ ich mich darauf ein, einfach mal ein bißchen rum zu spinnen. Ich nahm das Arbeitsblatt erneut in die Hand und überlegte, mit welchem Menschen ich am liebsten arbeiten möchte und wem ich am meisten helfen könnte.

Gegen diese Herangehensweise hatte ich mich mit Händen und Füßen gewehrt, denn diese Person war mir sehr ähnlich. Sie hatte die gleichen Herausforderungen zu bewältigen wie ich und stand vor ähnlichen Problemen mit sich selbst und ihrem Business.

Ist doch langweilig, mich mit den Problemen zu beschäftigen, die ich für mich schon gelöst habe“ waren meine Worte und ehrlich – heute schäme ich mich dafür. Denn keine meiner Kund*innen – und auch nicht meine Wunschkund*in Andrea – langweilt mich auch nur ansatzweise!

Ich weiß noch, wie wir unsere Wunschkund*innen im Kurs präsentiert haben und bei mir Tränen der Erleichterung und der Freude kullerten, weil sich meine Andrea für mich so richtig, so gut angefühlt hat.

FAZIT

Verkaue dich nicht unter Wert!

Was mir dieser ganze Kampf um meine Positionierung nun gebracht hat und warum du unbedingt dranbleiben solltest?

Du siehst, der Weg zu deiner ganz persönlichen Positionierung für das Business, mit dem du glücklich und erfolgreich bist, ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Aber es ist das Fundament, auf dem alles andere steht. Wenn du das gut hinbekommst, wirst du es in Zukunft viel leichter haben, deinen Plan zu verfolgen, dich selbst und deine Leistung zu vermarkten und die Anerkennung zu bekommen, die du verdienst.

Ich weiß schon, das klingt alles ein bißchen nach Chaka – das ist auch nicht mein Ding. Deshalb hoffe ich, diese meine ganz persönliche Positionierungsstory hilft dir zu fühlen, was dir auf dieser Reise Gutes passieren kann.

Am Ende wollen und müssen wir Selbständigen alle Geld verdienen und auch dafür ist eine gute Positionierung das A und O. Denn wenn du im Inneren nicht klar bist, kannst du auch nach außen nicht klar auftreten. Und kein potenzieller Kunde investiert Zeit und Geld in etwas, das er nicht auf Anhieb versteht.

Deshalb ist es wirklich wichtig, deine Vielseitigkeit nicht als Grund dafür herzunehmen, dich nicht auf dein spezielles Thema und deine (spitze) Zielgruppe festzulegen. Denn damit machst du einen echten Unterschied, stichst aus der breiten Masse heraus und wirst endlich gesehen, als das was du bist – ein*e Meister*in, eine Expert*in, an der kein Weg vorbei führt.

Hey Hallo,
ich bin Eve Hoyer.

Eve Hoyer Positionierungs-Expertin

Ich helfe Selbständigen mit vielen Talenten dabei, mit einer glasklaren Positionierung mehr Fokus in ihr Business zu bekommen und mit starken Marketing-Botschaften mehr von den Kunden anzuziehen, mit denen die Zusammenarbeit wirklich Spass macht. Ich selbst bin jahrelang als verzettelter Tausendsassa unter dem Radar gesegelt, bis ich meinen Weg zur gefragten Expertin eingeschlagen habe. Heute kann ich mich klar auf mein Business konzentrieren und verkaufe Kurse und Coachings – und bald auch mein erstes Buch!

Eve Hoyer Positionierungs-Expertin

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Eve Hoyer

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